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Es waren mehr als nur die Bienen in meinem Leben.

Hier unsere Lebensgeschichte.

Wie ich zum Honigmann wurde und welche Rolle dabei mein Bruder spielt.

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Wünsche euch viel Spaß beim lesen meiner bisherigen Lebensgeschichte als Honigmann und warum ich zum Imkern begann.
Simon Tötschinger, Sommer 2017

Ich wurde am 25. April 1986 in Jois geboren. Seit ich mich erinnern kann, hatte ich immer schon den tiefen Wunsch nach Eigenständigkeit. Als Kind waren neben diversen Komikfiguren in erster Linie erfolgreiche Firmenbesitzer meine Helden. Ich war fasziniert von Ihrer Ausstrahlung, sie erlaubten es mir im Kopf ein positiveres Bild der Zukunft zu zeichnen.

Begonnen habe ich meinen beruflichen Werdegang mit einer Lehre als Werkzeugmacher. Als wohlerzogenes Kind der ‚Leistungsgesellschaft’ absolvierte ich die Lehre mit ausgezeichnetem Erfolg, obwohl ich nie glücklich in meinem Beruf war. Damit stellte ich immerhin für die Außenwelt meine Fähigkeiten unter Beweis, obwohl ich immer spürte, dass mich dieser Weg, egal wie erfolgreich, nicht wirklich glücklich machen würde. 
Desto höher ich in der Firmenhierarchie nach oben kletterte, desto klarer wurde es mir und ich streckte mehr und mehr meine Antennen aus, wie ich in die Selbstständigkeit wechseln könnte. Dabei spielte der Inhalt der Tätigkeit tatsächlich eine untergeordnete Rolle, Freiheit war mein stärkster Antrieb. 

So spielte ich als erstes mit dem Gedanken, eine „Büffelzucht“ zu gründen. Ich mochte die Ästhetik der Büffel und die Verbundenheit zur Natur scheint mir im Blut zu liegen. Allerdings erkannte ich sehr rasch, dass ich damit meine finanziellen Grenzen sprengen würde. Auch der nächsten Idee, nämlich als T-Shirt -Designer groß rauszukommen, wurde durch das blanke Entsetzen meiner Eltern ein Ende gesetzt.

Eines Tages, bei einem Familienessen, war es dann mein Vater, der so halb im Scherz den Vorschlag machte, ich könnte doch Bienen züchten. Bevor ich den nächsten Bissen geschluckt hatte, stand für mich fest: das mach ich! Und die Begründungen folgten auf den Fuß: Ich könnte Kreativität durch Produktgestaltung und meine Liebe zur Natur bei der Arbeit im Freien und mit den Bienen mit einander vereinbaren. 

Mein erster Bienenstandort im Leithagebirge - Burgenland

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Erste Honigernte 2008
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Ausselektieren der schönsten Honigwaben
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Abkehren der Bienen von den Honigwaben
Die nächsten zwei Jahren machte ich eine Imkerausbildung und blieb dennoch in der Firma. Im Januar 2010 stand ich dann vor der Wahl: Aufstieg ins Projektmanagement Team der Firma, oder ein Sprung ins Unbekannte und Vollzeit für die Bienen. Und.. trotz Kopfschütteln und Händeringen aller, die mir nahe waren, wählte ich den freien Fall, nahm Abfertigung, Ersparnisse und sogar das geliebte Motorrad und investierte in meine Imkerei. 
Ein halbes Jahr brauchte ich für die Produktgestaltung (Produktname, Logo, Homepage, Etikette, Marketing uvm.) also ja… all das entspringt meinem Geist und meiner Hand mit etwas Hilfe meiner Freunde, Familie und Freundin, die immer wieder für den Feinschliff um ihre Meinung gebeten wurden.

Ein emsiges Treiben um den goldenen Honig

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Erste Honigprämierung bei der Goldenehonigwabe 2010
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Bienenschwarm im Kirschbaum
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Bienenschwarm einfangen
Als dann im Sommer alles fertig war, kam mir die Idee bei der Mister Austria Wahl mit zu machen um meinem Produkt und der Biene eine Bühne zu bieten. Im Nachhinein erscheint es mir unglaublich, wie vielen persönlichen Hürden ich mich in dieser Zeit stellte, um meinen Weg zu gehen. Bei der Wahl erreichte ich den zweiten Platz und hatte plötzlich als Vize Mister Austria und Imker starke Medienpräsenz, diese Kombination schien schließlich recht ungewöhnlich und wurde zum Vorteil für mein kleines Unternehmen. 

Interessant war auch der persönliche Wandel, der sich in mir immer stärker vollzog. Während anfangs Reichtum und Freiheit meine größten Antriebsmotoren waren, bemerkte ich zusehends, wie mir das Wohl der Biene immer mehr am Herzen lag. Durch die Enge Zusammenarbeit mit diesen wundervollen, hilfreichen Tieren lernte ich die Natur noch stärker zu schätzen und war bald sehr dankbar, dass ich mit meiner Arbeit einen kleinen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht leisten kann.

Ein Imker bei der Mr. Austria Wahl

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Mister Austria Wahl 2010/11

Meine Öffentlichkeitsarbeit und nachwirkend auch die Aktion bei der Mister Austria Wahl verwendete ich nun, um den Honig wieder in ein neues Licht zu rücken und meine Erkenntnisse und natürlich auch das Genusserlebnis an sich, jüngeren Leuten näherzubringen und zugänglicher und interessanter für sie zu gestalten. 

Aus diesem Ansatz heraus schien es mir natürlich, in meinem langsam wachsenden Betrieb auch Führungen anzubieten, um möglichst viele Menschen an diesem kleinen Wunder der Natur teilhaben zu lassen. Neben der Honigproduktion zeige ich meinen Gästen dabei auch die Bienenstöcke und stosse stets auf überraschte Gesichter, wie viel Bereicherndes es über diese unscheinbaren Lebewesen zu lernen gibt.
Heavy Metal, mehr als nur Honig
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Display Bau - Honigspender
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Display Bau - Büffetdisplay
Darauf folgten wieder Phasen der Entwicklung, in denen mir meine Firmen-Vergangenheit großen Nutzen brachte.  
Als Werkzeugmacher habe ich schließlich gelernt, wie man Produkte fertigt und es entstand ein weiterer Meilenstein, der Honig- Display-Bau. Alle Konstruktionen sind nachhaltig, gefertigt aus einem Bauteil und das Verpackungsmaterial wird minimiert.

LyLys Display´s für den Verkauf, Hotellerie und Gastronomie

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fertiger Verkaufs-Display
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fertiger Buffetdisplay
Schon habe ich neue Ziele im Visier: Es scheint als ob die Honigbienen selbst meine Quelle der Inspiration sind. 
Ich möchte mich vermehrt für Naturschutz einsetzen und die Anzahl meiner Freunde, die gemeinsam mit mir Projekte im Sinne der Nachhaltigkeit umsetzen steigt ständig. Auch die Zusammenarbeit mit den Medien erscheint mir bedeutend.

Ich bin sehr dankbar, dass ich von einem ethischen und rein erzeugten Produkt leben kann, ohne dabei jemandem auf den Schlips zu treten. Meine Bienen bestäuben die regionale Natur und überzeugen mich jeden Tag aufs neue in der Entscheidung ein Imker zu sein. 
Das war meine bisherige Lebensgeschichte als Honigmann und warum ich zum Imkern mit Bienen begann, hoffe sie hat euch gefallen.
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Und dann kam mein Bruder Gerd...

… geboren am 16.05.1987 in Eisenstadt. Wir verbrachten unsere Kindheit in der idyllischen Ortschaft Jois am nördlichsten Punkt des Neusiedler Sees.

Da unser Altersunterschied gering ist, hatten wir immer schon ähnliche Interessen und Hobbys. Wir übten uns gemeinsam im Skateboarden, Mountainbiken und Kitesurfen am Neusiedler See. Seit klein auf lernten wir voneinander und konnten aufgrund unserer unterschiedlichen Stärken und Schwächen tolle Lernerfolge, die stets mit viel Spaß verbunden waren, erzielen.

Wir beide erlernten zwar einen technischen Beruf, allerdings bekamen wir von unserer landwirtschaftlich geprägten Familie vielerlei Qualitäten, die für die Ölpressung benötigt werden, mit auf unseren Lebensweg.
Die Erfahrungswerte aus der Kombination zwischen Technik und Landwirtschaft machen unsere Öle aus. Sowohl eine nachhaltige Bearbeitung der Rohstoffe, als auch eine schonende Pressung der Kerne ist von äußerster Wichtigkeit für eine hohe Qualität.

Bau des Ofens für die Trocknung der Kerne

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Bau des Trocknungsofens.
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Die erste Seite des Trockungsofens ist fertig!
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Der Rahmen steht schon bald.

Das Einholen der Ernte

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Ein Anhänger mit frischem Trester nach der Weinpressung.
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Sofortige Siebung der Traubenkerne.
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Die gesiebten Kerne wandern jetzt weiter zum Trocknungsofen.

Die schonende Trocknung der Kerne

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Befüllung des Trocknungsofens mit den frisch gesiebten Kernen.
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Langsame und schonende Trocknung.
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Fertig! jetzt sind die Kerne lagerbeständig mit einer Restfeuchtigkeit von 8%.
Unsere Öle.
Wir pressen ausschließlich mit einem Kaltpressverfahren (max. 50°C) in unserer hauseigenen Ölpresse in Jois. Dabei erzielen wir zwar nur eine relativ geringe Ausbeute, aber das Ergebnis ist dafür in der Qualität eines der hochwertigsten Öle: man spricht von den sogenannten nativen Ölen. Nur kaltgepresst behalten unsere Öle ihre natürliche Zusammensetzung und Qualität, so bleiben nämlich die Fettbegleitstoffe wie Vitamine, Lezithin, Aromastoffe und andere wertvolle bioaktive Substanzen erhalten.


Raffinierte Speiseöle sind gesundheitlich problematisch.
Fast alle Speiseöle werden heutzutage durch Warmpressung und chemische Extraktion gewonnen (siehe genaue Erklärung auf der Startseite). Das Ergebnis sind langweilige geruchs- und geschmacksneutrale Öle, die alle von gleichem Aussehen, gleicher Farbe und gleicher Konsistenz sind. Die Fettindustrie ist auf raffinierte Öle angewiesen, doch aufgrund dieser Herstellung liegen hier die Fettsäuren teilweise in unphysiologischer und damit in krankmachender Form vor.
In renommierten Feinschmeckerkreisen dagegen sind naturbelassene Pflanzenöle mit ihrem individuellen Geschmack und Charakter der Hit.
Traubenkernöl-Pressung
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Gerd Tötschinger in Pose am Neusiedler See

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Simon Tötschinger beim Kitesurfen am Neusiedler See

Für uns ist das Leben eine einmalige und spielerische Chance der Entfaltung, Krisen sind unsere Lehrer geworden und Mut, Vertrauen und nicht zuletzt die Liebe zu Mitmenschen und Tieren ständige Begleiter. Besonders wichtig ist uns, weder den Hochs noch den Tiefs allzuviel Bedeutung beizumessen sondern im Sinne des Surfers mit der Welle zu gehen :) 

In der Hoffnung, dass ihr nun etwas besser Bescheid wisst, wieviel Zufall, Arbeit, Hoffnung und Freude in unseren Erzeugnissen stecken.
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Simon Tötschinger

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Gerd Tötschinger
Danksagung
Als Imker und guter Freund der Bienen möchte ich diesen wundervollen Tieren hier an dieser Stelle meinen tiefsten Respekt und meine innigste Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Sie sind es die alles bestäuben und die Herstellung der Öle überhaupt erst möglich machen.
Zukunftsvision
Die Bienen erzeugen durch ihre Hingabe jeden Tag neues Leben und unterstützen durch ihre Arbeit die Schönheit der Natur.
Schreibe mir
Für Fragen, Anregungen & Wünsche können Sie mich gerne per Kontaktformular kontaktieren. Schreiben Sie mir auch Ihre Erfahrung die Sie mit meinem Honig gemacht haben.